Meine Vision für Hückeswagen.

Die Hückeswagener Altstadt und ihr Schloss können noch mehr, als sie heute bereits beweisen. Deshalb ist die Stadt mit ihrem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) auf dem richtigen Kurs. Dabei wollen wir uns gleichsam auf die Innenstadt, den Stadtpark und das Schloss konzentrieren, und die Areale für Hückeswagener und Besucher attraktiver machen.

Zum Beispiel durch eine bessere Anbindung der Innenstadt an die vielbefahrene Fahrradtrasse. Auch durch eine bewusstere Nutzung des Schlosses: als Sitz der Stadtverwaltung und des Stadtrates, mit einem gastronomischen Angebot, aber auch mit mehr Raum für HückeswagenerInnen. In die Überlegungen zum Stadtentwicklungskonzept haben wir Bürger über viele Beteiligungsformate von Anfang an aktiv eingebunden. Auch daran möchte ich in Zukunft anknüpfen.

Lokale Gastronomie und der örtliche Einzelhandel sind für die Altstadt mindestens ebenso wichtig wie ihr architektonisches Ambiente: Keine Besucher ohne Geschäfte! Als Stadt Hückeswagen müssen wir entsprechend der Verantwortung für die Hückeswagener Innenstadt nachkommen, und insbesondere in der Zeit nach den Corona-Maßnahmen wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen beibehalten, damit Gastronomen und Händler aktiv werden und bleiben können: etwa durch zentrumsnahes Parken und verstärkte Außengastronomie.

Hückeswagen ist dabei nicht nur für seine Bewohner ein Anziehungspunkt: mit einer stärkeren touristischen Nutzung des Schlosses können wir uns in Hückeswagen positionieren, um von der wachsenden Nachfrage nach regionalem Tourismus zu profitieren. Zum Beispiel durch ein gastronomisches Angebot am Schloss und einen expliziten Anlaufpunkt für Touristen, der die Stadt und ihre Ziele noch gezielter vermarktet.

Das bedeutet konkret:

 Schon heute haben wir die Machbarkeitsstudie für die veränderte Nutzung des Schlosses in Auftrag gegeben. Das Schloss bildet dabei den Kern der Projekte für die Regionale 2025.

 Auch in der Innenstadt handeln wir: Der Bahnhofplatz wird mit Raum für Gastronomie und Aufenthalt neu gestaltet. Außerdem wird ein Radweg die Bahntrasse mit der Innenstadt verbinden. So wird der Bahnhofplatz vom Parkplatz zu einem vollwertigen Teil des Stadtzentrums.

 Der Wilhelmsplatz und die Islandstraße werden folgen, um durch eine Neugestaltung die ansässige Gastronomie und den Einzelhandel zu stärken. Hier arbeiten wir an Plänen und Förderanträgen, um Gelder im nächsten Jahr beantragen zu können.

Familien, die heute nach Hückeswagen ziehen oder sich bereits hier niedergelassen haben, bilden einen wichtigen Teil des zukünftigen Hückeswagens. Wir müssen in Hückeswagen auch weiterhin konsequent junge Familien anwerben: mit attraktivem Bauland und einer guten Schullandschaft. Dabei können wir mit der neu erbauten Löwengrundschule zukünftig einen Standortvorteil ausspielen.

Darüber hinaus kann Hückeswagen mit diversen Freizeitmöglichkeiten punkten: Schon heute ist der neue Spielplatz an der Goethestraße ein echter Anziehungspunkt für die jüngsten Hückeswagener. Die Wupperauen und der Stadtpark sollen nun im nächsten Schritt folgen, und mit Sport- und Spielmöglichkeiten attraktiver gestaltet werden. Außerdem bleibt das Bürgerbad ein fester Bestandteil in Hückeswagens Sport- und Freizeitwelt.

Hückeswagen ist ein guter Ort, um sein Alter zu genießen. Das muss es angesichts einer alternden Bevölkerung auch bleiben. Die Grundlage hierzu bieten ausreichend altersgerechte Wohnmöglichkeiten im Stadtgebiet und ausgeprägte Versorgungsmöglichkeiten im Zentrum – sowie eine medizinische Grundversorgung.

Das bedeutet konkret:

 Ab 2021 wird die Löwengrundschule im Brunsbachtal gebaut. Ein Bauprojekt, das ich in meiner zweiten Amtszeit gerne bis zu seiner Fertigstellung begleite.

 Das Bürgerbad bleibt. Dafür haben wir viel getan, und werden uns auch weiterhin dafür einsetzen.

 Mit der Gründung des Seniorennetzwerks konnten wir seit 2015 die Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen Einrichtungen der Seniorenarbeit sukzessive stärken.

Mit neuen Industriegebieten konnten wir in Hückeswagen Arbeitsplätze in die Stadt bringen und Unternehmen Wachstumsperspektiven ermöglichen. Stets unter Abwägung von wirtschaftlichen Erfordernissen und Umweltinteressen. Nun muss der Fokus darauf liegen, die Unternehmen in Hückeswagen zu halten – und Ihnen die richtigen Perspektiven aufzuzeigen.

Arbeitsplätze zu sichern und hierzu die Möglichkeiten der Kommune einzubringen, ist eine Verantwortung, der wir uns als Verwaltung in der Zeit nach den strengen Corona-Maßnahmen entschlossen stellen werden. Hierzu werde ich auch weiterhin den direkten Dialog und einen engen Draht zu den Unternehmen vor Ort suchen.

Dabei müssen wir in Hückeswagen auch digital leistungsfähiger werden. Der konsequente Glasfaserausbau gehört deshalb auch weiterhin weit oben auf die kommunale Agenda. Egal ob zur Vernetzung von Home-Office und Standort, von Schule und Unterricht oder von Maschine und Industrie 4.0.

Als Hückeswagener Verwaltung selbst haben wir im ersten Halbjahr 2020 gezeigt, dass wir auch mit verstärktem Einsatz von modernen Arbeitsmethoden wie Home Office den gewohnt guten Bürgerservice aufrechterhalten können. In den kommenden Jahren wollen wir als Verwaltung daran anknüpfen! Mehr Mitarbeiter, die von zuhause arbeiten, bedeuten auch weniger notwendige Bürofläche im Schloss. Diese Fläche soll im Sinne der Hückeswagener Bürger neue Verwendung finden.

Das bedeutet konkret:

 Zwölf Hektar voll erschlossener Gewerbefläche stehen in West III zur Verfügung. Mit meiner Erfahrung als Bürgermeister und langjähriger Leiter der Wirtschaftsförderung werde ich mich in die Vermarktung dieser Gebiete intensiv einbringen.

 Die Verwaltung werde ich auch in meiner nächsten Amtszeit weiterentwickeln, um weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber auch für junge Leute zu bleiben.

 Dabei möchte ich die Verwaltung noch näher an den Unternehmen unserer Stadt positionieren, auch ganz greifbar durch eine gemeinsame Nutzung von Räumen im umgestalteten Schloss.

In Hückeswagen müssen wir Fragen des Umweltschutzes noch ernster nehmen als heute. Eine verbesserte Anbindung an Region und Metropolen, insbesondere durch den ÖPNV , bildet hier eine wichtige Grundlage. Wir können darüber hinaus auf unsere gute Fahrradinfrastruktur aufbauen, die wir weiterentwickeln sollten: etwa mit einer Mobilitätsstation an der Bahnhofstraße und einer besseren Anbindung der Fahrradtrasse an die Innenstadt.

Neben nachhaltiger Mobilität halte ich das Thema regenerativer Energiegewinnung für besonders wichtig. Um unsere Stadt hier besonders gut zu positionieren, ist es mir hier ein Anliegen, die private Nutzung von Photovoltaik weiter anzuregen. Auch möchte ich prüfen lassen, ob es in Hückeswagen Flächen gibt, die für die Erzeugung von Windenergie geeignet wären.

Nachhaltigkeit hat auch eine finanzielle Komponente: Solidität muss das übergeordnete Ziel unserer Hückeswagener Haushaltspolitik bleiben. Nur stabile Steuereinnahmen und bewusste Ausgaben erlauben uns in Hückeswagen die Freiheit, auch in Zukunft eigene Akzente setzen zu können.

Das bedeutet konkret:

 Alle neuen städtischen Gebäude werden mit Photovoltaikanlagen selbst regenerative Energie produzieren. Dafür setze ich mich ein. Ebenso für eine gemeinsame Informationsoffensive mit der BEW zum Thema Solarenergie auf privaten Dächern, noch im Herbst dieses Jahres.

 Ein Schnellbus nach Leverkusen, zur Anbindung an die Rheinschiene, wird gerade vorbereitet. Seine Umsetzung ist mir ein persönliches Anliegen.

 Die Fahrradinfrastruktur bauen wir noch im laufenden Jahr mit einer Anbindung des Gewerbegebietes West II an die Radtrasse aus. Die Anbindung an die Innenstadt und vermehrte Abstellmöglichkeiten für Räder folgen in den kommenden beiden Jahren sukzessive.

Die aktuelle Wahlperiode war gezeichnet von der sogenannten Flüchtlingskrise und dem Ausbruch des Coronavirus. Die Herausforderungen haben eindrucksvoll gezeigt: Gemeinsam schaffen wir das in Hückeswagen.

Die Basis des starken Zusammenhalts gilt es zu erhalten. Insbesondere, indem wir ehrenamtliches und soziales Engagement weiter fördern. Vereine, Kirchengemeinden und Ehrenämter machen generationenübergreifenden Zusammenhalt erst möglich.

Gleichsam gilt es, den überparteilichen Dialog aufrechtzuerhalten, um die besten Ideen für Hückeswagen zu finden und zu fördern.

Als Bürgermeister, der mit ruhiger Hand und Vermittlungsgeschick Brücken baut, möchte ich meinen Teil dazu beitragen, Hückeswagen nachhaltig lebenswert zu halten: Gemeinsam mit den Hückeswagenern möchte ich unsere Stadt weiter gestalten.

Das bedeutet konkret:

 Wir werden die Arbeit der Hückeswagener Sportvereine weiterhin durch laufende Zuschüsse unterstützen – und Sportplatz und Turnhallen kostenfrei zur Verfügung stellen.

 Die Turnhallen von Haupt- und Realschule werden in den kommenden Jahren saniert. Für Fördermittel für die Sanierung und Erweiterung des Sportplatzgebäudes werde ich mich beim Land NRW entschlossen einsetzen.